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Kinderdörfer

ein Zuhause für Kinder in Not

CFI Kinderhilfe unterstützt derzeit sieben Kinderdörfer weltweit und setzt sich dafür ein, Kindern ein sicheres und liebevolles Zuhause zu geben. In den Kinderdörfern wachsen die Kinder in einem familiären Umfeld auf: Gemeinsam mit ihren Pflegeeltern – einer Kinderdorfmutter, einem Kinderdorfvater und mehreren Geschwistern – leben sie in einem Haus mit Garten.

Dort finden sie Geborgenheit, Schutz und eine stabile Gemeinschaft. Das geschützte Umfeld begleitet die Kinder bis zum Abschluss ihrer Schul- und Berufsausbildung und schafft die Grundlage für ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben.

Die Kinderdörfer fördern nicht nur die persönliche Entwicklung der Kinder, sondern streben auch langfristige wirtschaftliche Unabhängigkeit an. Durch nachhaltige Landwirtschaftsprojekte können die Dörfer einen Teil ihres eigenen Unterhalts sichern und gleichzeitig den Kindern wichtige Kenntnisse und Perspektiven für ihre Zukunft vermitteln.

Unsere Kinderdörfer in Kürze

In Guatemala gibt es keine allgemeine Schulpflicht, und Bildung ist ein Privileg der Reichen. Wie aber sollen Kinder ohne Schulbildung später einen Platz im Leben finden? Und erst recht wenn sie nicht einmal ein Zuhause haben. Deswegen nimmt man in “Los Pinos” die Themen Bildung und Ausbildung sehr ernst, um die Kinder den best möglichen Start ins Erwachsenenleben zu ermöglichen. Die Ananasplantage im Kinderdorf trägt dazu bei, die laufenden Kosten zu decken. Ebenso die eigene Bäckerei, Autowerkstatt (auch für die Ausbildung) und eine eigene Schreinerei.

Die tagtägliche Realität für die Bewohner des Inselstaats sieht nicht aus wie ein Urlaubsparadies. Besonders Kinder leiden unter Armut und den oft prekären Lebensbedingungen. Das Kinderdorf „Las Palmas“ bietet einigen dieser Kinder ein Zuhause. Außerdem setzt „Las Palmas“ alles daran, um immer unabhängiger zu werden. Durch den Bauernhof, die Molkerei und die Bäckerei kann sich das Dorf selbst mit hochwertigen Lebensmitteln versorgen. Und auch die eigene Imkerei, Solarstrom, Klinik und Grundschule sorgen dafür, dass das Kinderdorf auf dem Weg in die Unabhängigkeit ist.

Das Kinderdorf „DEWS Sweet Home“ bietet eine praktische Lösung gegen Kinderarbeit in Indien. Hier finden Waisen- und Straßenkinder eine Familie, die sich sonst ihr Einkommen allein verdienen müssten. Im Kinderdorf erhalten die Kinder eine Ausbildung und können so den Kreislauf aus Armut und Kinderarbeit durchbrechen. Derzeit leben in „Sweet Home“ 34 Waisenkinder in fünf Häusern. Darüber hinaus verfügt das Kinderdorf über ein eigenes solarbetriebenes Wasserversorgungssystem, mehrere Gewächshäuser, eine Kirche sowie Wohnungen für die Angestellten.

Das Kinderdorf „El Oasis“ in Mexiko wurde 1992 gegründet, zurzeit leben hier ca. 34 Kinder in 4 Wohnhäusern. Im Dorf werden zur Selbstversorgung Hühner und Rinder gehalten, daneben bauen die Familien Obst und Gemüse an. Besonders erfolgreich entwickelt sich der Anbau von Jalapeno-Chilis. Schon kurz nach dem Start des Projektes konnte das Kinderdorf hohe Erträge erzielen. So haben sich die Investitionen bereits amortisiert. Ein weiterer Beleg dafür, dass Hilfe zur Selbsthilfe das beste Mittel im Kampf gegen die Armut ist.

Das Kinderdorf „Patmos“ im Kongo wurde 1997 gegründet. Es bietet ein Zuhause für ca. 140 Kinder. Neben den Wohnhäusern gibt es in „Patmos“ eine Grund- sowie eine Sekundarschule. Das Kinderdorf betreibt selbst Landwirtschaft. Allerdings müssen teure Nahrungsmittel zugekauft werden, da nicht der ganze Bedarf aus eigener Produktion gedeckt werden kann. Durch die Herstellung von Ziegelsteinen kann das Dorf jedoch Geld für den Bau weiterer Häuser sparen.

Das Kinderdorf „Kirsten Jade Rescue Center“ liegt auf dem Campus des Adventistischen Ausbildungszentrums in Thailand. Bis heute sind dort fünf Häuser eröffnet worden. Es kamen mit der Zeit zwei Mehrzweckgebäude, eine kleine Kapelle, ein Gästehaus, ein Berufs­aus­bildungs­zen­trum, eine Werkstatt und ein Ver­wal­tungs­gebäude hinzu. Zu jedem Haus gehört ein eigener Garten, in dem Obst und Gemüse angebaut wird. Außerdem gibt es noch eine kleine Rosenzucht und eine Zucht exotischer Pflanzen, bei deren Pflege schon die Kleinsten mithelfen.

Das kambodschanische Kinderdorf „Light of Hope“ liegt drei Stunden nördlich von Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Mädchen und Jungen aller Altersstufen leben in sieben Häusern mit Pflegeeltern zusammen. Die eigene Gemüsegärten liefern frische und gesunde Nahrung für den Eigenbedarf und darüber hinaus kann auch noch einiges auf dem Markt verkauft werden. Das Kinderdorf verfügt mittlerweile über eine eigene Wasserfilteranlage, Grund- und weiterführende Schule und noch vieles mehr …

Nachhaltige HIlfe für Kinder weltweit

Die Kinder erhalten nicht nur ein sicheres Zuhause, sondern auch die Möglichkeit, ihre eigenen Fähigkeiten und Talente zu entdecken und zu entfalten. Durch die Verbindung aus familiärer Geborgenheit, Bildung und persönlicher Begleitung wachsen sie zu selbstbewussten jungen Menschen heran, die ihr Leben eigenständig gestalten können.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt darauf, den Kindern durch Bildung und Ausbildung nachhaltige Perspektiven zu eröffnen. Denn Wissen und berufliche Qualifikationen sind der Schlüssel, um den Kreislauf der Armut langfristig zu durchbrechen. Je nach persönlichen Fähigkeiten und Interessen werden die jungen Erwachsenen auch auf ihrem weiteren Bildungsweg begleitet und erhalten Unterstützung beim Einstieg in das Berufsleben.

Viele ehemalige Kinderdorfkinder bleiben ihrer Familie und ihrem Kinderdorf verbunden. Mit ihren Erfahrungen, ihrem Wissen und ihrer Eigenständigkeit geben sie später etwas zurück und tragen dazu bei, dass Hilfe zur Selbsthilfe nachhaltig wirkt – für die nächste Generation und für die Entwicklung ihrer Heimatländer.